Unsere Lieblingsgeschichten im September!

.) Herbst, Färbst, Sterbst (langstrümpfin)

Ja, nicht sehr kreativ, aber: Der Anfang jeder Jahreszeit ist es wert, ein Favourite zu sein. Auch, wenn man jetzt nicht mehr baden gehen kann. Der Herbst ist der Beginn vom Drinnen Lesen, Ohne Ein Schlechtes Gewissen Zu Haben Weil Es Draußen Eh Kalt ist, vom Literweise Tee Saufen und von der Vorbereitung Auf Den Winterschlaf, in dem alle Telefonleitungen und E-Mail Konten im Feiertags-Koma liegen.

.) Gute Verfilmungen (langstrümpfin)

Wie heißt das, wenn ein Buch zu einer Serie gemacht wird? Verseriung? Netflixisierung? Egal. Jedenfalls wurde Margaret Atwoods „The Handmaid’s Tale“ zu einer echt tollen Serie gemacht, allerdings nicht von Netflix, sondern von Hulu. Große Empfehlung! Nämlich nicht nur für das Buch, sondern auch für die Serie. Sie wärmt nämlich nicht nur die Handlung auf, sondern erweitert sie um geschätzt drei mehr Bücher, und welcher Bücherliebhaber steht nicht auf sowas.

.) „Geniale Störungen“ (langstrümpfin)

Das Buch vom Journalisten Steve Silberman ist tatsächlich das erste Sachbuch, das ich wirklich, wirklich gerne lese. Es ist ein dicker Schinken, der die Geschichte des Autismus erzählt, und zwar bis zum letzten Punkt. Ich wusste vorher schon etwas über Autismus und weiß jetzt, was ich vorher alles noch nicht wusste. Ebenfalls eine große Empfehlung!

.) Anfänge (diesimulantin)

Herbstbeginn ist, wenn der Sommer aufhört – an dieser Stelle beginnen aber auch viele Dinge: Neue Studienjahre, neue Lebensabschnitte, neue Beziehungen. Vor allem Letzteres macht einen irgendwie doch sehr froh.

.)Dinge, auf die man sich verlassen kann. (diesimulantin)

Neue Anfänge sind gut, Alt-Bewärtes ist besser! Gut, dass man sich auf manche Dinge verlassen kann: Meine Eltern werden mich immer noch mögen, wenn ich schon erwachsen bin, und John Green schreibt bestimmt auch noch in 10 Jahren Young Adult Fiction. Phew.

.)Schlechte Verfilmungen (diesimulantin)

So sehr ich gute Verfilmungen schätze, so glücklich macht es mich an sich, wenn ein Buch überhaupt verfilmt wird – allein der Gedanke, dass eine Geschichte von so vielen anderen Leuten gelesen wird, dass sich ein Film dieser Story auszahlt, macht mich glücklich. Egal, ob es sich um den Death Note-Netflix- Film oder Lemony Snicket handelt: Selbst schlechte Verfilmungen sind irgendwie gut.

 

 

Was mochtet ihr diesen Monat so?

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Favourites im August

Es herbschtlt! Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Mit laubroter Brille blicken wir noch einmal auf die Dinge zurück, die wir diesen August so toll fanden, neben Eis essen und schwimmen gehen.

1.) „Jugendromane“ lesen (langstrümpfin)

Und sie toll finden! Ganz ehrlich, sowohl Fangirl als auch Carry On von Rainbow Rowell konnte ich nicht aus der Hand legen.

2.) Atemlos ein Buch durchlesen (langstrümpfin)

In weniger als drei Tagen, und dann wieder daraus aufzutauchen.

3.) Kalender 2018 (langstrümpfin)

Schon mal einen neuen Kalender kaufen, weil sie so schon frisch gestapelt beim Libro lagen. Obwohl der alte noch bis Dezember geht, den neuen schon ab Oktober verwenden. Und mit Stickern verzieren.

4.) Freunde (diesimulantin)

No shit, Sherlock. Ich weiß, jede/r mag ihre/seine Freunde, sonst würden sie/er sie nicht als Freunde bezeichnen. Nur, gerade, wenn man schlecht drauf ist – vor allem über längere Zeit hinweg – ist es toll, sich darauf konzentrieren zu können, was für liebe, verständnisvolle, ins Sudern über das Leben gerne miteinstimmende Freunde man hat.

5.) Ferien haben, wenn andere Arbeiten müssen (diesimulantin)

Ja, das ist ein wenig gemein. Ich mag die Geräusche der in-die-Arbeit-Gehenden am frühen Vormittag, während ich mich genüsslich noch einmal im Bett umdrehe. Ha! The perks of being a student. Das Berufsleben hat einen noch früh genug.

6.) Kleine Kinder, aber nur manche (diesimulantin)

Eine Hass-Liebe. Ich finde kleine Kinder in Restaurants so lange süß, bis ihnen etwas nicht passt und sie anfangen, rumzubrüllen. Ich habe aber auch einen Neffen und eine Nichte – die sind immer herzig und toll (sogar mit rotem Brüll-Gesicht).

 

Was habt ihr so im August gemocht?

Lieblingssachen, gewesen im Juli

Liebe Leute! Der Sommer ist irgendwie schon halb rum, was bedeutet, dass ein Großteil unserer Lieblingssachen im Juli daraus bestanden hat, keine Vorlesungen, Abgabetermine und andere Uni-bezogene Pflichtveranstaltungen zu haben! Eh klar, vermutlich. Hier aber weiter zu den Dingen, die wir schon hatten, und geliebt haben:

1.) Ohne das schlechte Gewissen, nicht braun zu werden, im Schatten zu liegen. (langstrümpfin)

Und dabei zu lesen. Weil, braun sein is eh wuascht, und nicht vor Hitze zu vertrocknen is leiwand.

2.) Zeit verschwenden (langstrümpfin)

Und es sich leisten können, Zeit mit Dingen zu verbringen, die einen nirgendwo weiterbringen. Also kein Sport, kein Buch, kein tiefgründiges Gespräch. Einfach mal Zeit verschwenden, und das gut finden.

3.) Airplane! (langstrümpfin)

Eine wundervoll dämliche 80er Jahre Komödie mit dem legendären Leslie Nielsen, die ich vor kurzem gesehen habe. Bitte anschauen!

4.) O-Töne (diesimulantin)

Gratis Lesungen von aktuellen österreichischen Autoren, im Museumsquartier noch bis Ende August? Ja, bitte!

5.) Ein Buch auf einen Sitz auslesen (diesimulantin)

Das passiert mir leider viel zu selten, aber manchmal trifft es sich so, dass man gerade genug Zeit hat und ein Buch gerade genug mag, um es ohne Unterbrechung durchzulesen. Ein herrliches Gefühl!

6.) Urlaub planen (diesimulantin)

…gefällt mir momentan richtig gut – nachdem die Lebensplanung oft anstrengend und aufwühlend ist, ist es nett, einfach ein Wochenende in Berlin zu planen. Oder auch nur den nächsten Schwimm-Ausflug.

 

Wie schwitzt’s sichs denn bei euch bis jetzt durch den Sommer?

Einigermaßen pünktlich: Unsere Favorites im Juni

Ja, wir haben schon länger nicht von uns hören lassen. But Backstreet’s back, alright! Und wir haben diesen Monat viele Dinge geliebt, so let’s share that!

1.) Blöd in der Gegend herum gehen (langstrümpfin)

So ein kleiner Spaziergang zwischen Terminen und Lernen gibt einem das Gefühl, dass der Tag doch um einiges besser war, als er sich zwischendurch angefühlt hat. Am Liebsten gehen wir zu zweit oder mit ein paar schönen Geräuschen im Ohr spazieren (ich liebe gerade den Podcast Reply All, eine Mischung aus Investigativ-Journalismus und Internet-Kultur).

2.) Wiener Wildnis (langstrümpfin)

Wenn man in Wien die Augen offen hält für Dinge, die nicht Beton-grau und Tschickstummel-orange sind, findet man die tollsten Dinge. Zum Beispiel gibt mitten im Gemeindebau-Innenhof Feldhamster und an der alten Donau wachsen Maulbeerenbäume! Außerdem gibt es im Schönbrunner Grün um die Gloriette herum junge Füchse.

3.) Japanisch lernen (langstrümpfin)

Was tut man, wenn der Prüfungsstress einen beinah täglich an den Rande eines Nervenzusammenbruches treibt? Genau: Um 22:30 an einem Dienstag anfangen, mit YouTube-Videos Japanisch zu lernen. Klappt ganz okay, wenn man es nicht bei dem einen Abend belässt. Also übe ich gerade, wie in der Volksschule Lateinschrift, mit Arbeitsblättern die einfachsten Japanischen Schriftzeichen: Hiragana. Ich kann schon das a, das i, das u und das e!

4.) What’s underneath (diesimulantin)

Diese riesige Serie an YouTube-Videos war hingegen das, was mir gegen den Prüfungsstress geholfen hat – á la: Eine Seite Bachelorarbeit schreiben, ein Video schauen. Größtenteils Frauen (auch durchaus auch Männer) werden bei neutralem Hintergrund zu ihrem Körpergefühl und generell ihrem Lebensgefühl interviewt, während sie sich parallel dazu bis auf die Unterwäsche ausziehen. Je mehr sie psychisch von sich preisgeben, desto mehr zeigen sie auch physisch. Zudem haben viele der Interviewten eine interessante Lebensgeschichte, viele sind auch prominent. „StyleLikeU“ haben schon viele solcher Serien gemacht, aber diese gefällt mir besonders, weil es viel um Body-Positivity geht, und auch darum, wie andere es geschafft haben, sich selbst zu akzeptieren, wie sie sind, und sich sogar zu lieben. Auf die Gefahr hin, lächerlich zu wirken: Das ist schon sehr inspirierend. Trailer hier.

5.) Neue Bücher! (diesimulantin)

Kennt ihr das, wenn ihr eigentlich schon zu viele ungelesene Bücher zuhause habt, und euch denkt: Gut, jetzt schaue ich einige Zeit lang in keine Buchhandlung und beschäftige mich mit dem, was daheim wartet: Naja, nice try.
Ich habe mich dem Büchershopping-Wahn noch nicht hingegeben, aber dies eher aus sehr pragmatischen Gründen: Die Bücher, die ich mir wünsche, erscheinen erst im Herbst. Zum Beispiel das neue von John Green. Oder das von Sven Regener – es heißt Wiener Straße, und Herr Lehmann ist, wenn vielleicht auch nicht die Hauptperson, in jedem Fall ein vorkommender Charakter. Natürlich les ich das. Tz.

6.) Alte Serien! (diesimulantin)

Es gibt so viele Serien, die ich noch nicht gesehen, oder zumindest nicht bis zum Ende verfolgt habe: Ich kenne Black Mirror und American Horror Story nur aus begeisterten Erzählungen meiner Freunde, habe Dr. Who nie weitergeschaut und vor der letzten Staffel Breaking Bad aufgehört, kenne das Ende also immer noch nicht (also pssst, keine Spoiler!)
Wannimmer ich lust auf Serienschauen habe, kommt da also dieses schleichende Schuldgefühl, und ich überlege, etwas neues anzufangen, oder bei etwas unvollendetem weiterzumachen. Habe ich das erstmal überwunden, schaue ich dann fünf Folgen Sex and the City, Gilmore Girls oder Daria, und fühl mich glücklich dabei. Es gibt halt einen Grund, warum manche Serien immer gehen, und andere nie fertig werden.

 

Wir hoffen, ihr hattet auch einen schönen Juni!

euer wortgewald

Lieblingsdings: Mai!

Liebe Leute, der Sommer ist da! Zumindest wettertechnisch. Trotzdem erinnern wir uns nostalgisch an die lang vergangene Zeit im Mai, als es noch Frühling war (zumindest wettertechnisch).

  • Sonne, Bücher, Eiskaffee (langstrümpfin)

Der Mai hat uns mit herrlichem Wetter gesegnet. Endlich gilt „rumliegen, was kaltes trinken und lesen“ wieder als ernstzunehmende Beschäftigung, weil man dabei braun wird. Also: lasst uns uns beschäftigen!

  • Sich nix scheißen (langstrümpfin)

Manche Dinge kriegt man nicht und weiß es eh schon, bevor man sich um sie bemüht. Bei manchen Dingen weiß man schon, bevor man sie ausspricht, dass der andere sie nicht gerne hört. Manchmal ist man die einzige, die eine gegenteilige Meinung hat. Was einem jeder und jede, der und die schon alt und weise ist, aber sagt, ist: Trotzdem machen, nicht so viel nachdenken, Scheiß di‘ nix! Oder, wie es eine Lektorin mal gesagt hat: Scheiß di‘ ned au, sei ned deppat und orientier dich an der Liebe.

  • Get Out (langstrümpfin)

Ein wirklich gut gemachter, halb-witziger Horrorfilm, der aktuelle Themen, wie Alltags-Rassismus, so verarbeitet, dass einem keine Sekunde langweilig wird. Ein bisschen eklig wurd’s nur. Muss man aber aushalten.

  • Andere Buch-Geeks be-geeken (diesimulatin)

    Ein Buch-Geek kommt selten allein – auch meine Schwestern sind brave Viel-Leserinnen. Wir sprechen gerne und viel über Bücher und deren Inhalt, erzählen uns manchmal gegenseitig ganze Geschichten nach und borgen einander unsere Empfehlungen. Da macht das Lesen gleich viel mehr Spaß als allein. (Und das Bücherborgen macht den Spaß auch um einiges preisgünstiger…)

  • Es einfach mal versuchen (diesimulantin)

    Man wird in seinem Leben tausende Male abgelehnt werden – jeder Versuch, etwas zu verändern, hat das übergroße Potential, in die Hose zu gehen. Und trotzdem: Manchmal klappts ja dann doch. Das größte Hindernis? Wenn man es gar nicht erst versucht. Egal, ob es um diese Praktikumsstelle geht, die du sicher nicht kriegen wirst; um das strange Hobby, das du dann vielleicht gar nicht magst, oder um diese Person, die dir nicht mehr aus dem Kopf geht, aber nicht weiß, wie sehr sie deine Nerven aufreibt: Versuchs doch mal. Wenn nichts gutes dabei rauskommt, kannst du dich später immer noch ein bisschen ärgern. Bestimmt weniger ärgerlich, als ständig diese „was wäre wenn“ Gedanken im Kopf zu haben.

  • Sommer, Sonne, Kaktus (diesimulantin)


    Meine letzten Lieblingsdinge waren geprägt vom Tanzen, dieses Monat ein musikalischer Tipp: Hör, was dir gefällt. Und wenn du einen Helge Schneider – Ohrwurm hast, mach das beste draus: Hör so lang und viel, bis es dir zu den Ohren wieder rauskommt. Und sing am besten lauthals mit.

 

Was hat euch den Mai versüßt?

Lieblingssachen, April-Edition

Der April fing so langsam an. Es hätte so schön werden können. Aber wie sich herausstellte, befanden wir uns leider in der Vorhölle. Was folgt, ist der Mai, gespickt mit Tretminen aus Bachelorarbeiten, Prüfungen und Abgabeterminen. Deswegen verzeiht, dass uns die Favourites erst so spät wieder in den Sinn gekommen sind, wir mussten uns von unserem Schock nach der Vorhölle erholen.

1. Einfach Mal kurz Urlaub machen (langstrümpfin)

Schon klar, das ist für die meisten nicht einfach, mal eben so weg zu fahren. Aber Urlaub ist weder zeitlich noch örtlich begrenzt. Urlaub kann ein Nachmittag am Balkon sein, ein Wiedersehen mit einer alten Freundin oder ein Wochenende in Rauris. Wichtig ist nur, dass man im Kopf ein bisschen woanders ist.

2. Erkennen, dass man nicht alles lesen (bzw. machen) muss (langstrümpfin)

Es gibt so Sachen, zu denen muss man sich nicht zwingen. Zum Beispiel: Ein Buch fertig lesen, nur weil man sich einbildet, dass man es muss. Jeden Artikel einer Zeitung lesen, auch wenn man ihn gar nicht interessant findet, nur weil man ein Abo hat. Eine Prüfung beim ersten Antritt schaffen, wenn es noch zwei weitere gibt. Es ist sehr okay, Dinge manchmal nicht zu tun, die dir nicht wichtig sind.

3. Sich in Gedichten vergraben (langstrümpfin)

Ganz ehrlich: Es ist anstrengend, Gedichte zu lesen. Sie sind meistens nicht in ganzen Sätzen geschrieben, wie man es halt gewohnt ist. Ihre Bedeutung muss man sich irgendwie dazu denken, weil sie nicht erklärt wird. Alles wird umschrieben, angedeutet und versteckt. Deswegen ließt man Gedichte, wenn überhaupt, nicht zum Frühstück oder stehend in der U-Bahn. Man vergräbt sich in ihnen, für einen Nachmittag, die ganze Nacht oder ein langes Wochenende. Und, oh, das ist es so wert.

4. Podcasts (langstrümpfin)

Ich lese gerade nicht viel, was es auf diese Liste schaffen könnte. Aber wenn man viel in Bibliotheken und Lesesälen sitzt, ist es schön, zwischendurch spazieren zu gehen. Beim Spazieren habe ich meine Liebe zu Podcasts wiederentdeckt. Mein all-time-favourite ist Radiolab von dem amerikanischen Radiosender NPR mit Jad Abumrad und Robert Krulwich. Die zwei erzählen in jedem Podcast eine Geschichte, die irgendwie zum Thema Neugierde passt. Die Geschichten reichen von den ersten menschlichen Zellen, die sich außerhalb des Körpers vervielfältigt haben bis hin zu der Frage, ob eine Stimme eine Wahl entscheiden kann. Auch gut finde ich: Reply-All, EINHUNDERT von DRadio Wissen und zwei Serien, die leider schon vorbei sind: Invisibilia und der Podcast von Lena Dunham „Women of the Hour“. Zu finden sind diese Serien alle in der App „Player FM“ (die ich verwende) aber es gibt sie eigentlich überall, wo man seine Podcasts halt so her kriegt.

5. Lesen (diesimulantin)

Na, wer hätte das gedacht? Auf einem Literatur-Blog, vor allem! So meine ich das aber gar nicht. Oft ist mir das Lesen ein wenig verhasst: Zwischen Bachelorarbeits- Fachbüchern und schlecht geschriebenen Tageszeitungen vergeht einem schlichtweg die Lust am Lesen. Phasen vergehen, in denen monatelang nichts g’scheits gelesen wird. Doch in letzter Zeit habe ich trotz Lese-Stress immer wieder gute Momente: So habe ich die Klemm’sche Trilogie regelrecht verschlungen, und lese gerade Alles über Beziehungen von Doris Knecht. Und beim Frühstück und in der U-Bahn den Falter. Und es freut mich und macht sogar Spaß. Endlich wieder mal.

6. Das  Leben schätzen (diesimulantin)

Okay, das kommt von jemandem, der von ein bisschen Kritik manchmal abendliche Heulanfälle bekommt. ABER: Ich bemerke doch immer wieder, wie gut es mir eigentlich geht. Ich darf etwas studieren, was mich wirklich interessiert. Ich habe liebe und spannende Freunde. Und gutes Essen. The list goes on.
Das ich auch mitunter unglücklich bin, hat weniger mit der Gesamtsituation zu tun, als mit kleinen Dingen, die mich traurig machen. Und die sollte man irgendwie öfter ausblenden. Oder vielleicht sogar daraus lernen.

7.) Zeit allein (diesimulantin)

Bevor das hier in ein Treffen der anonymen Introvertieren ausartet: Ich bin auch sehr gern unter Leuten. Und schätze es, danach Nachhause gehen und zu peinlichen Songs komisch rumtanzen zu dürfen, ohne blöd angestarrt zu werden. Und zu kochen. Und in meinem Bett ganz unbeengt schlafen zu können.
Und ein bisschen sinn-befreite YouTube – Videos anzuschauen, ohne jemanden damit zu stören: Derzeit am liebsten h3h3-Productions und Michael Buchinger. Letzterer bringt übrigens bald ein Buch raus. Neues Review-Material?

8.) Aufstehen und Tanzen (diesimulantin)

Tu es – jetzt! Stundenlang mit geneigtem Haupt und schiefem Rücken an Schreibtischen hocken tut wirklich niemandem gut. Es gibt Lösungsansätze, die Stehtische oder sogar Tische mit eingebautem Laufband vorschlagen. Wir wollen’s aber nicht übertreiben, mit der Fitness: Ich wage zu behaupten, es ist lustiger, kurz aufzustehen, und ein zwei Songs lang herumzutanzen, wie man nur tanzen kann, wenn man allein ist (oder will, dass die Kollegen einen mit ganzen anderen Augen sehen). Das beste: Ist auch eine Pause für den Kopf. Und dann geht’s ziemlich sicher wieder frischer an die Arbeit. (Ugh. Arbeit.)

 

 

Was hat euch denn im April so gefallen? Sagt es uns gerne in den Kommentaren!

Euer Wortgewald

Favourites im Feber

Dieser Monat war zwar ein bisschen kürzer, wir konnten aber trotzdem wieder einige tolle Dinge finden, die wir liebend mit euch teilen.

1.) Wortwuchs langstrümpfin

Wortwuchs ist wie ein interessanteres Deutsch-Lexikon. Es bietet Schreibtipps, Infos zu Literaturepochen, Textsorten, Autoren, undundund! Große Empfehlung!

2.) White Noize – Bonaparte langstrümpfin

Das Lied White Noize hat, wie richtiges white noise, eine unheimlich beruhigende Wirkung auf mich. Außerdem ist das Video dazu in Verbindung mit den Lyrics ein Streicheln für meine Seele, die manchmal genug von der Welt hat.

3.) Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children diesimulantin

Tausendmal im Buchgeschäft vorbeigegangen und ob der gruseligen (echten!) Kinderbilder durchgeblättert – Die langstrümpfin hatte dann die englische Originalversion sogar zum Borgen für mich Zuhause! Spät aber doch spring‘ ich auf diesen Zug auf. Den Tim Burton Film schauen wir, sobald ich’s durchhab. Wortgewald-Date!

4.) Komplimente diesimulantin

Ich habe meine Haare vor kurzem blau gefärbt, und freue mich jedes mal irrsinnig, wenn jemand etwas liebes darüber zu mir sagt. Ich traue mich selbst oft nicht, anderen (vor allem fremden) Leuten Komplimente zu machen – sei es über ihr Aussehen oder etwa, dass sie etwas besonders gut gemacht haben. Man sollte sich wohl öfter trauen…damit sich der/die andere dann auch freuen kann.

5.) Eis an kalten Tagen diesimulantin

In Wien sperren gerade die ersten Eisgeschäfte auf, und nach einem langen, kalten Winter habe ich im ersten warmen Sonnenschein grade sehr oft Lust auf Eis – Vor allem in Verbindung mit Stadtspaziergängen. Ich bin manchmal richtig enttäuscht, wenn das Eisgeschäft meiner Wahl dann doch noch geschlossen ist. Frühling ist Eis-Zeit!

6.) Vorfreude langstrümpfin

Eine Freundin von mir sagt immer, die Zeiten ohne Geburtstage, Bälle oder Urlaube sind doof, weil man sich da auf gar nichts freuen kann. Ich aber freue mich jeden Tag auf mein Mittagessen, auf den Moment, nachhause zu kommen und die Welt ein bisschen hinter mir zu lassen und auf Nachtstunden, die nur mir gehören. Ich freue mich auf jedes neue Buch, das ich lesen kann und jedes Lied, das mir gefällt. Ich freue mich darauf, dass die Tulpenzwiebeln in den Grünflächen neben der U-Bahnstation endlich aufgehen und darauf, dass die Tage und gleichzeitig die Nächte länger werden. Man kann absolut gelangweilt oder total fasziniert sein, ich glaube, das ist eine Einstellung.

In diesem Sinne freuen wir uns auf viele neue Favourites im nächsten Monat! Was habt ihr denn im Februar so geliebt? Lasst doch einen Kommentar da!

Bussi Baba

Wortgewald

Favourites: Januar/Jänner

Im neuen Jahr gibt es bis jetzt eher wenig zum Freuen: Die letzten Prüfungen und Abgaben zu Semesterende halten uns auf Trab, wir haben wenig Zeit zu lesen, die Netflix-Serie Lemony Snicket’s Eine Reihe betrüblicher Ereignisse ist wirklich betrüblich, und so Menschen wie Donald Trump terrorisieren auch noch den Rest der Welt.
Trotzdem haben wir es geschafft, mit stärkster Willenskraft ein paar Favourites für euch zusammenzukratzen:

1. Bunbury’s Comics (diesimulantin):
Nachdem ich die wunderbar liebe Inhaberin dieses Comicbuch-Stores in der Lindengasse interviewen durfte (dazu bald mehr auf Wortgewald), bin ich ernsthaft am überlegen, mehr Comics zu lesen – abgesehen von Scott Pilgrim bin ich da leider ziemlich unerfahren…

2. Spotify (diesimulantin):
Ja, ich spring etwas spät auf diesen Zug auf, ich weiß. Aber: Es ist auf einmal so leicht, qualitativ hochwertige Audiofiles zu finden…Und ich höre mehr Musik, die noch neu für mich ist, denn: Ich muss das Zeug ja nicht gleich downloaden.

3. Die Langstrümpfin (diesimulantin):
Wisst ihr, wie das ist, wenn eine wirklich gute Freundin plötzlich weg ist? Na gut, es war nicht besonders plötzlich, dass sie ihr Auslandssemester in den Niederlanden angetreten hat, aber ich war trotzdem geschockt, dass sie wirklich ein halbes Jahr weggeblieben ist. Ein Glück, dass die Langstrümpfin endlich zurück ist!
Wortgewald ist wieder vereint in der Homebase, so to speak.

4. Schnee (diesimulantin):
Man möchte meinen, niemand mag Schnee, so kalt und lang, wie dieser verdammte Winter schon ist. Ich finde aber: Wo’s kalt ist, soll’s auch schneien. In den letzten Tagen gab es in Wien auch sehr schönen, flockigen, direkt romantischen Schnee (wenn man einfach nicht auf den gatschigen Boden schaut), und es ist sogar ein wenig wärmer geworden. Vielleicht stimmt’s ja doch: Mit dem Schnee kommt der Frühling?

5.) The Lobster (langstrümpfin):                                                                                                                Ich bin ja ein Mensch, der Filme generell immer erst ansieht, wenn sie schon fast nicht mehr im Kino laufen oder eh schon ewig da sind. Und dann schau ich mir auch noch Filme an, die keiner guckt. Ergo kann ich doppelt mit niemandem über Filme reden. The Lobster ist so ein Film, der keinem was sagt. Deswegen freut es mich doppelt, dass er für das beste Original-Drehbuch bei den Oscars nominiert wurde. Die Story ist absolut wahnsinnig, der Soundtrack hat mich nervlich fertig gemacht und die Schauspieler sind alle in total unschönen Rollen. Meine wärmsten Empfehlungen.

6.) Neue Wörter für Beziehungen (langstrümpfin):                                                                                     Mich stört es ja unheimlich, dass es keine wirklichen Begriffe zwischen                                „Lebenspartner“ und „platonischer Freund“ gibt,  die nichts falsches implizieren.               Einige Begriffe, über die man durchaus ernsthaft nachdenken könnte, hat sich Alf               hier ausgedacht.

7.) Definithing (langstrümpfin):                                                                                                                            Eine fantastische Website, wenn man nach der Definition von allem (anything)                  sucht. Noch besser als das Urban Dictionary, wie ich finde. Alleine schon wegen dem          Namen.

Jeden Monat denken wir darüber nach, was uns in diesem Monat alles gefallen hat, um dann diese Liste schreiben zu können. Und dabei fällt uns jeden Monat, egal, wie furchtbar die Zusammenfassung ist, auf, wie viel geilen Scheiß es eigentlich gibt. Hoffentlich seht auch ein bisschen mehr den geilen als den anderen Scheiß in eurem Alltag und freut euch dann ein bisschen. Wir tun es.

Was hat euch denn in diesem Monat gut gefallen? Habt ihr vielleicht irgendwelche Tipps für uns?

Eure Wortgewald

Was wir 2016 geliebt haben

Muss man echt nicht noch einmal haben, dieses Jahr. Eine Menge toller Menschen ist gestorben, viel Scheiß ist passiert. ABER, es ist auch viel gutes geschrieben und gelesen worden im Jahr 2016.

  • Neue Sprachen lernen, wenn auch nur halb langstrümpfin

Ein Drittel dieses Jahres habe ich in einem Land verbracht, in dem sehr wenige Menschen Deutsch sprechen. Um meinen sprachlichen Horizont zu erweitern habe ich versucht, mich der Muttersprache dieser Menschen anzunähern. Ich spreche sie jetzt natürlich nicht fließend (oder auch nur stotternd), aber ich verstehe vieles, was ich lese und höre und kann auch ein bisschen zurückkommunizieren. Das freut nicht nur die Menschen in meinem Gastland sondern auch mich.

  • Lieblingsgedicht: Jenny Kiss’d Me – Leigh Hunt langstrümpfin
Jenny kiss’d me when we met,
Jumping from the chair she sat in;
Time, you thief, who love to get
Sweets into your list, put that in!
Say I’m weary, say I’m sad,
Say that health and wealth have miss’d me,
Say I’m growing old, but add,
Jenny kiss’d me.
Mir gefällt dieses Gedicht besonders wegen seiner Einfachheit und der süßen Unschuld im Thema. Habe ich beim Durchblättern durch einen Band mit Liebesgedichten gefunden.
  • Am liebsten gelesen: The Gargoyle & Juliet Naked langstrümpfin

Vom Gargoyle habe ich euch hier schon erzählt. Es war für mich dieses Jahr das Buch, das am schwersten aus der Hand zu legen war. Auch gern habe ich Juliet, Naked von Nick Hornby gelesen. Es war ein absolut verrücktes Buch, mit einzigartiger Story, 100% menschlichen Charakteren und diesem trockenen Humor, über den man noch lange im Nachhinein lachen kann (muss).

  • Lieblingswort: Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung langstrümpfin

Ein fantastisches Wort, das absolut die charmante bürokratische Unfähigkeit der Österreicher aufzeigt. Wer nicht weiß, worum es geht: Hier ist die Erklärung zum Wort des Jahres.

Mit all diesen schönen Erinnerungen begeben wir uns ins Jahr 2017 und freuen uns auf viele neue. Fehlen Dir noch Neujahrsvorsätze? Hier sind ein paar von unseren. War dieses Jahr auch so ein Reinfall für euch? Was habt ihr dieses Jahr denn so gelesen/geschrieben/geliebt? Schreibt uns doch ein paar Zeilen!

Ein frohes neues Jahr wünscht Wortgewald

November: Favourites!

Wieder einmal ist ein Monat rum! Vergeht nur für uns die Zeit so im Flug? Jedenfalls: Hier sind unsere Favourites für den November.

  • Lieblingsaktivität: (langstrümpfin) Leuten, die nur Englisch sprechen, andere Sprachen erklären und ihre ratlosen Gesichter zu sehen.
  • Lieblings-Web-Fund: (langstrümpfin) Dass man im Morawa-Onlineshop seine Einkäufe nicht „In den Einkaufskorb“ sondern „In das Einkaufssackler“ geben kann.
  • Lieblingstext: (langstrümpfin) „The Island of the Fay“ von Edgar Allan Poe. Die weniger als sieben Seiten starke Geschichte behandelt eigentlich nicht viel, und kann vielleicht auch nicht wirklich als Geschichte bezeichnet werden. Aber sie enthält wundervolle Passagen wie die folgende:

I love, indeed, to regard the dark valleys, and the gray rocks, and the waters that silently smile, and the forests that sigh in uneasy slumbers, and the proud watchful mountains that look down upon all – I love to regard these as themselves but the colossal members of one vast animate and sentient whole – a whole whose form (that of the sphere) is the most perfect and most inclusive of all; whose path is among associate planets; whose meek handmaiden is the moon; whose mediate sovereign is the sun; whose life is eternity; whose thought is that of a god; whose enjoyment is knowledge; whose destinies are lost in immensity; whose cognisance of ourselves is akin with our own cognisance of of the animalculoe which infest the brain – a being which we, in consequence, regard as purely inanimate and material, much in the same manner as these animalculoe must regard us.

Und, ja, das ist ein einziger Satz.

  • Lieblingslektüre: (diesimulantin) „Komödie der Eitelkeit“ und „Die Befristeten“ von Elias Canetti – Erinnert ihr euch an diese langweiligen Theaterstücke, die man immer in der Schule lesen musste? Die, wo man in der Stunde gemeinsam liest, und dann muss jeder für sich weiterlesen, und am Ende kennt man nur die Hälfte des Stücks, weil man sich nie dazu durchringen konnte, allein weiterzulesen?
    – So sind diese beiden Dramen von Elias Canetti gar nicht.Er spielt mit dem Gedanken, wie es wäre, wenn Spiegel und sich spiegeln verboten wäre. Und, was passieren würde, wenn man den Zeitpunkt seines eigenen Todes auf den Tag genau kennen würde.
    SO INTERESSANT.
  • Lieblingswebsite: (diesimulantin) Joe Dunthorne hat unter anderem „Submarine“ geschrieben – eine Buch, Film, Alex Turner-Soundtrack, Rundum – Empfehlung on its own. Auf seiner Website gibt’s Dinge, die er anderswo nicht veröffentlicht hat. Zum Beispiel eine Kurzgeschichte, in der man selbst entscheiden kann, wie es weitergeht. Die erste Entscheidung: Isst du die grüne oder die schwarze Olive?
  • Lieblingskeks: (diesimulantin) Lebkuchen. Nicht zuletzt die Eigenschaft, erst mit der Zeit weich zu werden, macht sie sympathisch. Aber bloß nicht mit viel Schnickschnack (Füllung, Schoko-Überzug, etc.) Ich bin da Purist.Was hat euch im November besonders gefallen? Habt ihr vielleicht Buchvorschläge für uns, damit wir den kalten Dezember im warmen Bett gut überstehen?

    bis bald,

    euer wortgewald